Blog Kritzelzeug

Der Griff zum richtigen Papier

Auf dem Bild sieht man buntes Papier, das nach den Farben Grün, Gelb, Orange, Rot geordnet ist.

Glatt, rau, dick, dünn: Papier ist nicht gleich Papier. Wie es im richtigen Leben so ist, hat auch Papier gute und weniger gute Qualitäten.

Im Prinzip eignet sich ja jedes Fuzerl Papier, um darauf seine Ideen und Gedanken festzuhalten. Sogar die Papierserviette im Restaurant darf schon einmal zweckentfremdet werden. (Dan Roam hat über das Kritzeln auf der Serviette sogar ein Buch geschrieben: Dan Roam: Auf der Serviette erklärt).

Die Qual der Wahl

Das richtige Papier für seine Bedürfnisse zu finden, ähnelt ein bisschen der berühmten Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Ich bin aber fündig geworden – nach einer zugegebenermaßen – langen Suche.

Für die Alltagskritzeleien, zum Ausprobieren und Üben meiner Symbole tut es bei mir ganz normales „Schmierpapier“, das ich beim Ausmustern meiner Unterlagen (als Korrektorin und Lehrerin fällt ja immer ordentlich was zum Ausmisten an) auf der unbeschriebenen Rückseite einer zweiten Verwendung zuführe (ein bisschen Nachhaltigkeit muss schon sein, das ist mir auch wichtig).

Wenn es aber schön und ordentlich sein soll,  zum Beispiel die gezeichneten Notizen, die ich bei Vorträgen, für den Unterricht oder in Meetings anfertige, dann werde ich wählerischer:

Das Papier, zu dem ich dann greife, ist

  • (sehr) glatt, um nicht zu sagen rutschig
  • hat eine Stärke von mindestens 80 g, ideal sind 90 g. (Manche schwören auf 120 g oder mehr, aber man muss es ja nicht gleich übertreiben!)
  • ist unliniert
  • hat das Format DIN A4

Einer meiner Papierlieblinge für Sketchnotes ist das Drucker- und Kopierpapier von Clairefontaine. Sein Einsatz erfolgt allerdings sehr sparsam und nur für die besonderen Anlässe, da es mit seinen fast 12 Euro wohl schon zur Kategorie Luxuspapier zählt.

Clairefontaine 2896C Druckerpapier Clairalfa in Weiß. Dieses Papier ist sehr glatt und das Zeichnen mit Pinselstiften ist ideal.

Warum sollte das Papier glatt sein?

Wenn man Sketchnotes erstellt, wird man irgendwann auch den sogenannten Zauberstift in die Hand nehmen, um interessante Schatten- und andere Effekte zu erzielen. Diese Zauberstifte (so nenne ich sie :)) sind in der Regel Brushpens oder Pinselstifte. Also Stifte, die eine bewegliche Spitze haben. Und diese Spitze ist sehr empfindlich, die Stifte sind aber teuer.

Wenn das Papier nun zu rau und grobfaserig ist, dann leidet die Pinselspitze und franst früher oder später aus. Das sieht man dann auch auf dem Papier, weil die Linien nicht mehr sauber gezogen sind. Die Pinselstifte, die auf dem Foto zu sehen sind, verwende ich persönlich sehr gerne. Mehr dazu gibt es bald in einem eigenen Beitrag zum Thema Die Magie des Zauberstifts.

Auf dem Bild sieht man Brushpens oder Pinselstifte in Grün, Grau und Gelb. Diese Stifte sind zum Setzen von Akzenten ideal. Deshalb sollte das Papier sehr glatt sein, damit die Pinselstifte nicht ausfransen.

Im Bild zu sehen: grau: Brush Pen Ecoline, grün: Fine one by Neuland, gelb: Tombow ABT Dual Brush Pen

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