Kritzeln im Unterricht

Sketchnotes und andere Kritzeleien sind das Visualisierungsmittel schlechthin, wenn es um den Unterricht in der Schule oder Lehre geht.

Ich bin seit vielen Jahren Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache und Zweitsprache. Seit 2015 haben Sketchnotes bzw. Kritzeleien als Visualisierungshilfe in meinem Unterricht einen Fixplatz.

Die Vorteile überwiegen ganz klar. Ich habe Spaß, die Studierenden haben Spaß (vor allem, wenn ich live vorzeichne und auch, wenn sie zeichnen) und sie lernen und merken sich Wörter, Phrasen oder verzwickte Grammatikstrukturen besser. Es ist egal, in welcher Niveaustufe das passiert, meine Erfahrungen bisher sind durchwegs positiv.

Sketchnotes im Unterricht
Ein Wimmelbild für das Trainieren des Konjunktivs II (Höfliche Bitten und Fragen stellen).

Sketchnotes im Unterricht

Wie setze ich Sketchnotes und andere Visualisierungsmittel in meinem Unterricht ein?

Auf dem Bild wird das Partizip I erklärt. Man sieht Zeichnungen und kleine Figuren mit Text.
Diese Darstellung des Partizip I ist schnell und spontan entstanden. Gezeigt bekommen haben meine Studierenden diese Sketchnote im Online-Unterricht während des ersten Lockdowns (April 2020).
  • zur Verschönerung und Auflockerung von Arbeitsblättern
  • zur Gestaltung von Informationsblättern (besonders im Unterricht mit Anfängerinnen und Anfängern ist das sehr zu empfehlen)
  • zum Veranschaulichen und Darstellen von Grammatikstrukturen 
  • zum Üben von Grammatikstrukturen – siehe das Wimmelbild oben links: Damit habe ich mit meinen Studierenden in einem B1-Kurs den Konjunktiv II (höfliche Bitten und Fragen) trainiert.
  • für die Wortschatzarbeit
  • für das „Knacken“ und „Sichtbarmachen“ von  Inhalten in Lesetexten (das ist im Übrigen mein Lieblingsgebiet)
  • sehr gerne auch für meine nicht ganz alltägliche Unterrichtsvorbereitung
Diese Sketchnote war das Informationsblatt für meine Studierenden im SS 2020.